Finale Hotel Erziehung

Letzter Teil und Fortsetzung von Hotel Erziehung: „Schön, und wohin möchtest du sie bekommen?“ „Auf meinen Arsch bitte“ Nun, immerhin hatte sie bitte gesagt. „Auf welchen Arsch?“ Leichte Ironie in der Stimme. „Auf meinen Arsch“ Trotz, Unverständnis. „Wie bitte? Auf welchen Arsch?“ Ein wenig dringlicher formuliert. Denkpause, dann die Antwort. „Auf deinen Arsch natürlich“ „Ah ja. Sehr schön. Rudolph ging zu seinen Instrumenten und wählte eine Gerte aus. Kurz, griffig, gut zu führen und mit einem breiten, ledernen Lappen am Ende. „Dreh dich zu mir“ Sie folgte seiner Stimme und drehte sich zu ihm. „Da du ja eine Strafe bekommst, werde ich deine Brüste schlagen. Und zwar mit einer Gerte. Und jetzt leg den BH ab.“ Nervös nestelte sie den Verschluss auf dem Rücken auf und wieder einmal fragte sich Rudolph, ob Frauen ein Gelenk mehr in den Armen hatten als Männer. Prachtvoll war das Erste, was ihm beim Anblick ihrer üppigen Oberweite in den Sinn kam. Er widerstand der Versuchung, ihre Brüste zu streicheln und zu kosen, zu berühren und einfach den Körperkontakt herzustellen. Das musste sie sich erst verdienen. … [Read more...]

Hotel Erziehung (3)

Hotel Erziehung (3) : Das Spielfeld war bereit. Sicherlich, das Hotelzimmer glich in keinster Weise dem überschwänglichen Luxus einer Suite im Schutzprogramm, aber es war recht gemütlich, nicht dreckig und vor allen Dingen so ausgestattet, wie Rudolph es sich vorgestellt hatte. Ein Eckzimmer im 4ten Stock. Zu einem Zeitpunkt, an dem es auch einmal laut werden konnte. Denn die Zimmer in den Ecken der Hotels sind zumeist bauartbedingt, und besonders hier, so gestaltet, dass die Wohneinheit so zwischen Badezimmer und Schlafraum lag, dass, wenn man die Türen schließt, relativ wenig Geräusche nach außen dringen würden. Und es war nicht das Erste Mal, dass Rudolph hier einkehrte. Alles lag bereit, das Bad war sauber und Rudolph war in einer Art Spannung gefangen, die ihn immer wieder ergriff, wenn er jemanden treffen sollte, den er im Grunde nicht kannte. Die paar Parameter, die er wusste, die paar Dinge die er ahnte und die paar Dinge, die zwischen den Zeilen zu lesen waren, waren mehr als dürftig. Was er wusste, war, dass diese Frau hungrig war. Hungrig und neugierig. Zielstrebig und von einer Inneren Unruhe getrieben, die der seinen glich. Er zündete ein paar Kerzen an, verteilte sie so im Raum, dass er alles halbwegs erkennen konnte. Die Vorhänge zugezogen, alle Utensilien die zu brauchen er glaubte, lagen bereit. Was würde passieren? Würde etwas passieren? Wäre sie so, wie er es sich vorgestellt hatte oder passte die Chemie nun gar nicht? … [Read more...]

Hotel Erziehung

Hotel Erziehung: Hamburg. Kalt, nass, überfüllt, aber in gewisser Weise die Stadt der Herzen. Hier war er teilweise groß geworden. Hatte gelernt, sich durchzusetzen. Zu kämpfen um das was er wollte und für die, die ihm lieb waren. Hamburg ist alles Mögliche, aber keine leichte Stadt. Und zwiegespalten bis ins Mark. Auf der einen Seite die Stadt der Künstler. Der Maler, der Bildhauer, der schöngeistigen Künste und der Musicals. Auf der anderen Seite Huren, Zuhälter, Kriminalität und Behördenwillkür.  Auf der einen Seite eine schöne Stadt. Wundervolle Wohnviertel in denen die lebten, die es geschafft hatten. Auf der anderen Seite Industrie und Warenumschlag ohne Ende und das unvermeidliche Problem der Unterwelt. Aber gerade diese Widersprüche führten dazu, dass man nicht anders konnte, als diese Stadt zu lieben. Ja, hier war er zuhause. Der unauffällige schwarze BMW schnurrte wie von selbst an sein Ziel. Ludwig Erhardt Straße, ein Blick auf den Michel. Weiter durch den Verkehr wuseln. Unauffällig bleiben. Nur nicht auffallen. Selbst die GSI und GTI – Fraktion mit ihren unmöglichen, aufgemöbelten Kasperbuden konnten ihn nicht reizen. Dabei war gerade BMW das Hauptanlegerziel dieser Vollspacken. Ihm war es egal. Wie von selbst trieb der Wagen in Richtung Neuer Jungfernstieg. Im Hotel Vier Jahreszeiten, schon klar. Und er musste unauffällig bleiben. Ungläubig schüttelte er den Kopf. Ne bessere Absteige gibt’s in Hamburg kaum. Allein für die simpelste Übernachtung musste man 250 Euro hinlegen, und das auf Kosten des Steuerzahlers. Ihm konnte es egal sein. … [Read more...]