Spätsommer

Wer hätte damals ahnen können, dass Du ausgerechnet aus der am weitesten von meinem Wohnort entfernten Stadt kommen musstest? Es zählte allein die Tatsache, dass vom ersten Moment des flüchtigen Augenkontakts bis hin zu dieser traumhaften Nacht dieses Gefühl der absoluten Vertrautheit zwischen uns herrschte, als würden wir uns schon Jahre kennen.  Wir saßen in diesem Raum, um uns herum palaverten und lachten die Anderen, aber wir registrierten es nicht. Es schien, als seien wir beide in einer Seifenblase gefangen, die Welt um uns herum stehe still und das einzige, das zählte, war Dein verschmitztes Lächeln und dieses Glitzern in Deinen Augen, das mich so völlig vereinnahmte, dass ich Dich von dem Moment an wollte, als ich merkte, dass Du anfingst mit mir zu flirten. Aber mir kam es so vor, als wärst Du völlig zufrieden damit, mich anzulächeln und mich dazu zu bringen, in den unendlichen Tiefen Deiner blauen Augen zu versinken.  Aber ich wollte einfach mehr, wir hatten doch nur diese eine Nacht, morgen würden sich alle wieder in sämtliche Windrichtungen zerstreuen und wer wusste schon, ob wir uns dann jemals wiedersehen würden? Mein Hirn arbeitete fieberhaft, ich wollte natürlich nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen, schließlich möchte eine Frau ja erobert werden, also waren subtile Hinweise gefordert. Ich ließ wie zufällig den Saum meines Minirocks etwas höher rutschen und den Spitzenrand meiner Halterlosen Strümpfe hervorblitzen, dabei schenkte ich Dir das unschuldigste Lächeln, dessen ich fähig war. Am Aufflackern Deines Blicks bemerkte ich, dass Dir nicht entgangen war, was ich getan hatte.  Als ich dann noch ein bisschen näher zu Dir rückte und unsere Knie sich berührten, Deine Hand sich wie von selbst auf mein Bein legte, war es als springe ein elektrischer Funke über. Während Deine Hand langsam, fast andächtig, meinen Schenkel erkundete, hatte ich das unbändige Verlangen diesen lächelnden Mund zu küssen, Deine Lippen auf meinen zu spüren, doch plötzlich wurde uns bewusst, dass irgend jemand vorgeschlagen hatte, einen Spaziergang zu machen und allgemeine Aufbruchstimmung herrschte, die uns mit nach draußen beförderte.  Da ich keine Jacke bei mir hatte, konntest Du Dich als Gentleman erweisen und hängtest mir Deine Jacke über die Schultern, und war es nicht gleichzeitig eine wunderbare Entschuldigung, Deinen Arm um mich zu legen, die anderen vorgehen zu lassen und mir den sehnsüchtig erwarteten Kuss zu geben?

halterlose Strümpfe Spätsommer Unsere Lippen berührten sich, ganz sanft, sachte erforschend, ein Kuss wie Sahne. Oh Gott, wie sehr ich wünschte, dieser Kuss ginge niemals zu Ende! Gerade als wir uns erneut küssten, riefen die anderen nach uns, wo wir denn blieben, also folgten wir ihnen brav, immer noch Arm in Arm und gelegentlich stehenbleibend, um den einen oder anderen Kuss zu erhaschen.  Zurück am Ausgangsort verabschiedeten sich die ersten, um ins Bett zu gehen, und auch ich schützte Müdigkeit vor, in der Hoffnung, der Gentleman in Dir könne es nicht zulassen, dass ich allein über das dunkle Gelände zu meinem Zimmer ging. Meine Hoffnung wurde nicht enttäuscht, und Du brachtest mich bis zu meiner Zimmertür, wo wir uns erneut leidenschaftlich küssten. Ich kramte meinen Schlüssel heraus, schloss die Türe auf und wir betraten das winzige Zimmerchen, das eher an eine Mönchszelle erinnerte. Mit einem Augenzwinkern nahmst Du den Schlüssel und dann war die Tür verschlossen und ich war endlich, endlich mit Dir allein.  Wir umarmen uns und fangen an, uns sacht zu küssen, unsere Zungen berühren sich, versuchen einander zu ergründen. Unterdessen spüre ich Deine warme Haut unter dem Pullover, die mich auffordert, sie zu streicheln. Du knabberst an meinem Ohrläppchen, Dein Atem streift meinen Hals und ich erzittere, wünsche mir, Deine Lippen überall zu fühlen. Du knöpfst meine Bluse auf und streifst sie von meinen Schultern, während ich Dich von Deinem Pulli befreie. Wir drücken uns aneinander, glühende Haut berührt sich, Du fühlst Dich wundervoll an. Du küsst meine Brustwarzen, die sich augenblicklich erhärten – ich liebe es, Deinen Mund auf meinem Körper zu spüren. Du öffnest meinen Rock, streichelst meinen Bauch, leckst verspielt über meinen Bauchnabel, ich vibriere inzwischen vor Spannung. Ich will Dich ganz und gar, Deine Hose fällt meinen zittrigen Händen zum Opfer, wir sinken auf das schmale Bett, nur noch durch dünne Stofffetzen getrennt, die schnell abgestreift sind.  Derweil Du erneut meine Brustwarzen liebkost, zart an ihnen saugst, streicheln mich Deine Hände am ganzen Körper, erkunden meinen Bauch, die Innenseite meiner Schenkel, streifen sacht, nur wie ein Hauch, meinen Venushügel. Ich erschauere vor Lust, strecke mein Becken Deiner Hand entgegen, sehne mich nach Deiner Berührung. Aber Du neckst mich, streifst meine Scham nur, um Deine Hand sofort weiterwandern zu lassen. Deine Lippen an meiner Brust machen mich völlig wahnsinnig, ich kann nur noch an Deine Hand denken, die mir verwehrt, was ich so unbedingt will.

Dein Mund verlässt meine Brust, wandert über meinen bebenden Bauch hinab zu meinem Kitzler, Du berührst ihn, lässt Deine Zunge sanft auf und abfahren, erforschst mit ihr mein Geschlecht, dringst in mich ein, dass ich glaube, mich kaum noch halten zu können. Ich möchte schreien vor Wollust und beiße mir die Knöchel blutig, um es nicht zu tun. Du saugst an meiner Klitoris, beißt ganz leicht zu, umfährst sie mit der Zunge spielerisch, mal zart, dann immer heftiger. Ich spüre, dass ich soweit bin, ich kann mich nicht mehr zurückhalten und lasse mich einfach fallen, spüre die Explosion, die mich durchzuckt und mit einem letzten Aufbäumen völlig erschöpft zurücklässt.  Du nimmst mich in Deine starken Arme, lächelst mich an, dieses unvergleichliche Funkeln in Deinen Augen, und hältst mich fest, bis sich mein Atem wieder beruhigt hat. Meine Zunge umfährt spielerisch Deine Lippen, ich hauche einen Kuss darauf. Mein Mund wandert zu Deiner Kehle weiter, so verletzlich mir dargeboten. Mit den Lippen suche ich den Puls Deiner Halsschlagader, ertastete das Pochen Deines Blutes, jeden Herzschlag mit einem Kuss quittierend. Ich umfasse diese wundervollen breiten Schultern und lasse mich von Deinen starken Armen in eine Umarmung ziehen, ich spüre Deine heiße Haut an meinem ganzen Körper, so dass mir ganz schwindelig wird vor Glück. Mein Kopf ruht auf Deiner Brust, mein Ohr lauscht Deinem wild schlagenden Herz. Meine Finger umfahren Deine Brustwarzen, ich küsse sie, sauge daran, meine Zähne beißen spielerisch zu, während ich mit der rechten Hand die andere liebkose, bis sie beide hart und aufgerichtet sind.

  Ein wohliger Seufzer entrinnt sich Deiner Kehle. Meine Hand wandert weiter zu Deinem unvergleichlich flachen Bauch, den ich mit tausenden kleiner Küsse eindecke und dabei zart streichelte. Meine Zunge erkundete den Bauchnabel, von dem aus sich die sich diese wahnsinnig erotische Spur Deines Schamhaars bis zu Deinem kleinen Prinzen erstreckt. Meine Lippen wandern tiefer zu der sanften Haut Deiner Leisten, in denen ich Deinen rasenden Puls spüren kann, weiter zur Innenseite Deiner Schenkel. Du erbebst, ich kann hören, dass Dein Atem sich beschleunigt. Ich küsse Deinen Penis, liebkose ihn mit meinen Lippen, lasse meine Zunge wandern, spüre, wie er sich erwartungsvoll zu recken beginnt, lasse ihn in die warme Höhle meines Mundes gleiten, wo ich ihn mit meiner Zunge um spiele, während ich zunächst sanft, dann immer heftiger sauge und meinen Mund auf und ab wandern lasse. Als ich fühle, dass Dein Glied ganz hart und heiß ist, lasse ich es aus meinem Mund gleiten, drehe mich herum, so dass Du mich von hinten nehmen kannst.

Mittlerweile bin ich so erregt, dass ich es kaum noch erwarten kann, Dich in mir zu spüren. Du dringst in mich ein, so heiß, so nah, so intensiv dieses Gefühl. Dich so zu spüren, so tief in mir, ein wunderbares Gefühl absoluter Nähe. Deine Hände streicheln meine Brüste, massieren sie sanft, bis ich fast verrückt werde, Deine Stöße werden heftiger, ich ertrage es nicht länger, lasse mich von der Welle meines Orgasmus’ hin wegtragen, spüre Deinen heißen Samen in mir als auch Du kommst… Die Welt hält einen Moment inne, wir sind durch wärmt von diesem angenehmen Gefühl der Zufriedenheit.  Die Sonne weckte uns am nächsten Morgen, sie schien auf Dein Gesicht, übergoss es mit flüssigem Gold. Du schlugst die Augen auf, in denen ich mein glückliches Lächeln widergespiegelt sah. Du Traum von einem Mann, bist Du eigentlich Wirklichkeit, oder liege ich immer noch in tiefem Schlaf und habe mir diese Nacht nur zusammen phantasiert? Dein Kuss verdeutlicht mir, dass es wohl doch nicht nur ein schöner Traum war…  Auf dem Flur wurde das Getrappel der anderen laut, jemand klopfte an meine Zimmertüre, um mich zu wecken und mir mitzuteilen, dass es nur noch kurze Zeit Frühstück gebe und dann auch schon der Bus abfahre. Mein Herz setzte aus – nur zu bald mussten wir uns trennen, Hunderte von Kilometern in entgegengesetzte Richtungen fahren. Würde ich Dich jemals wiedersehen?