Nur Party

Nur Party: Ich stand vor dem Spiegel und unterzog mein Aussehen ein letztes Mal einer Kontrolle. Viel Mühe hatte ich mir nicht gegeben. Auf der Party heute würden bestimmt etliche Vampire herumlaufen, aber diese Verkleidung ging am schnellsten. Schwarze, enge Hose, ein weißes Hemd mit einem weiten Ausschnitt und Rüschenkragen. Meine Haare hatte ich offen gelassen und auf das übliche Gel verzichtet. So waren sie kaum gebändigt und hingen mir zum Teil ins Gesicht. Das machte zwar einen verwegenen Eindruck, aber sie schränkten so auch mein Gesichtsfeld ein. Und ich war ein sonnengebräunter Vampir. Denn um die Karibikbräune verschwinden zu lassen, hätte ich eine dicke Schicht Puder auftragen müssen, die dann im Laufe der Nacht verwischt wäre und mir das Aussehen einer verwesten Leiche gegeben hätte. Jetzt noch die Zähnchen in die Hosentasche und fertig.

 

So langsam konnten die mich aber abholen kommen. Ich nahm die Einladung zur Hand und las die drei Zeilen erneut.

„Haben sie Lust auf einen Abend der besonderen Art? Werden sie sich trauen, sich für einige Stunden in meine Hände zu begeben? Oder fürchten sie das Unbekannte? Wenn sie bereit sind, warten sie Punkt 19.00 Uhr vor dem Haus am Straßenrand.“

Ein Blick zur Uhr sagte mir, dass ich noch 10 Minuten Zeit hatte. Also legte ich mir den Umhang um und ging aus dem Haus. Langsam schlenderte ich den schmalen Weg zur Straße hinunter. Das Wetter hatte am Tag so vielversprechend ausgesehen, doch jetzt wehte ein scharfer Wind die Wolken in einem atemberaubenden Tempo über den Himmel. Blätter wirbelten um mich herum auf, aber merkwürdigerweise blieben mein Umhang und auch meine Haare unbeeindruckt. Es schien, als würde mich eine unsichtbare Wand umgeben, die mich vor dem Wind schützte.
Noch 2 Minuten. Es tat sich nichts. War wohl doch ein übler Scherz! Warum bin ich nicht zu Pat gefahren, als sie mich einlud? Aber nein, ich musste ja auf diesen Quatsch hereinfallen. Obwohl, es war ja noch nicht zu spät. Ich drehte ich um und wollte eben zur Garageneinfahrt gehen, als mich plötzlich jemand von hinten ansprach.
„Mr. Miller nehme ich an?“
Ich fuhr herum und sah…..eine Kutsche? Mit 4 Pferden? Moment mal, wo kamen die denn her? Ich hatte nicht einmal Hufgetrappel gehört. Auf dem Bock saß ein Kutscher, wie aus dem Bilderbuch. Den Zylinder hatte er tief ins Gesicht gezogen, so dass ich nicht einmal seine Augen erkennen konnte.
„Ja, der bin ich.“ kam es zögerlich aus mir heraus. Und ich ging einige Schritte wieder auf die Kutsche zu.
Der Mann sprang herunter und öffnete mir den Schlag. Er klappte die Treppe herunter und machte eine einladende Geste in das Innere. Langsam kam ich näher und sah hinein. Die Kutsche war leer.

„Jetzt würde ich aber trotzdem gern wissen, wer sich diesen Scherz hier mit mir erlaubt!“ fragte ich den Herren, der sich ruhig verhielt und abwartete.
„Haben sie die Einladung erhalten?“
Ich nickte.
„Dann haben sie alles erfahren, was sie wissen müssen. Komme sie mit?“
John, John…..und wenn das ein Kidnapping wird? Mit einer Kutsche? Mach dich nicht lächerlich. Hier hat doch einer meiner fiesen Freunde seine Hand im Spiel und erfreut sich insgeheim an meiner Angst. Diese kleinen Perverslinge!
Ich fasste nach der Haltestange und stieg ein. Ich hatte mich noch nicht gesetzt, als die Tür zuschlug und fast im gleichen Moment die Kutsche anfuhr.
Ich sah aus dem Fenster. Die Kutsche war schnell…sehr schnell…
Obwohl es noch nicht spät am Abend war, waren keine Kinder unterwegs. Auch das war nicht normal.
Nach etwa 5 Minuten klappte ich das kleine Fenster an der Vorderwand auf und fragte den Kutscher: „Wie lange werden wir fahren?“
„Wir sind bereits angekommen.“ Bekam ich zur Antwort und wirklich, die Kutsche hielt so ruckartig, dass ich nach vorn geschleudert wurde und mir die Stirn an dem Verschluss des kleinen Fensters stieß.
Die Tür wurde wieder geöffnet und ich stieg aus. Ich stand vor einem großen, hell erleuchteten Haus, mit einer geschwungenen Eingangstreppe. Die Stufen wurden von Fackeln erhellt, die in schmiedeeisernen Halterungen steckten. Es war kein Mensch zu sehen. Als ich mich umsah, blieb mir der Mund im wahrsten Sinne des Wortes offen stehen. Die Kutsche war ebenso lautlos verschwunden, wie sie aufgetaucht war.
Das war allerdings etwas zuviel für meine Nerven. Hier würden mich keine zehn Pferde halten können. Ich begann zu laufen. Immer weiter vom Licht davon, hinein in die Dunkelheit und dem gepflasterten Weg folgend. Außer Puste sah ich vor mir endlich Lichter auftauchen. Als ich näher kam, stolperte ich vor Schreck. Ich war im Kreis gelaufen. Aber wie denn? Da war nirgends eine Abzweigung gewesen, keine Kreuzung…. nichts! Doch etwas war diesmal anders. Mein Blick fixierte die reglose Gestalt, die eben aus dem hohen Portal trat und auf der obersten Stufe stehen blieb.
Magisch wurde ich von ihr angezogen. Meine Füße folgten einem unbekannten Willen und stiegen die lange Treppe empor.
Je dichter ich kam, umso mehr konnte ich von meinem Gegenüber erkennen.
Eine Frau, dass war unschwer am Kleid erkennbar. Es war weinrot, mit eine Schleppe. Der Ausschnitt gewagt offen und durch das Korsett, das sie tragen musste, denn keine Frau hatte eine solche Taille, wurde ihr Busen provokatorisch empor gedrückt. Sie hatte rotes Haar, das zu einer gewagten Frisur aufgesteckt und mit kleinen Rosen geschmückt war. Als ich vor ihr stand, sahen mich die grünen Augen einer Katze an.
„Mr. Miller. Herzlich willkommen!“ Sie reichte mir die Hand. Ich umschloss ihre Finger und führte sie an meine Lippen. Normalerweise würde ich einen Lachkrampf bekommen, bei so etwas, denn diese antiquate Höflichkeit war ja maximal noch in Filmen üblich, doch hier passte das. Ich konnte mir nicht vorstellen, dieses Wesen mit einem normalen Hallo und einem Händeschütteln abzuspeisen.
Wenn sie lächelte, bildeten sich kleine Grübchen auf ihren Wangen.
„Darf ich fragen, wem ich denn nun diese Einladung verdanke?“ fragte ich, noch immer ihre Hand in der meinen haltend.
„Ist es denn so wichtig? Sie können jederzeit dieses Haus wieder verlassen, wenn sie es wünschen.“ Wie rein ihre Stimme war….
„Das habe ich versucht, doch merkwürdigerweise führte mich der Weg wieder hierher zurück.“
„Das ist in der Tat sehr merkwürdig.“ Wieder überraschte sie mich mit diesem kleinen Lächeln. „Darf ich sie hinein bitten?“
Sie entzog mir ihre Hand und hinterließ eine komische Leere in mir. Ich folgte ihr in das Innere des Gebäudes.
Auch hier war kein elektrisches Licht vorhanden. Statt Fackeln waren hier Hunderte von Kerzen angezündet worden.
Selbst die Kronleuchter warfen ein flackerndes Licht an die Wände. Die vielen Kristalle an ihnen brachen die Flammen und verstärkten das Feuer.
Alte Gemälde hingen an den Wänden und dicke Teppiche ließen meine Schritte verstummen.
Die Holzvertäfelungen waren rußgeschwärzt und glänzten trotz allem, als wären sie eben frisch geölt worden.
„Kommen sie!“ Meine unbekannte Gastgeberin zog mich am Arm vorwärts.
„Das ist ein sehr schönes Haus. Gehört es ihnen?“ unternahm ich einen neuen Versuch, sie auszuhorchen.
„Ja, es gehört mir.“
Wir betraten einen kleineren Raum, in dessen Mitte sich ein gedeckter Tisch befand. Für genau zwei Personen.
„Kommt keiner mehr?“ rutschte die Frage aus mir heraus, als ich weiter in das Zimmer ging.
„Reicht ihnen meine Gesellschaft nicht aus?“ Das Klappen der Tür ließ mich wieder etwas nervöser werden. Ich hatte den Eindruck eingesperrt zu werden.
„Doch ….schon….aber ich dachte, es wird eine Party.“
„Denken sie nicht so viel. Darf ich ihnen den Umhang abnehmen?“ Sie trat vor mich und öffnete geschickt die Spange, die das Teil zusammenhielt. Als sie den Stoff von meinen Schultern streifte, kam sie mir so nahe, dass ich den Duft der Rosen in ihrem Haar riechen konnte. Oder war es ihr Parfüm? Oder ging dieser Geruch von ihrer Haut aus? Ich senkte leicht meinen Kopf, um die Ursache besser bestimmen zu können. Dabei näherten sich unsere Gesichter unabsichtlich und unversehens trafen sich unsere Blicke. Obwohl ich gleich den Kopf wieder hob, kam es mir vor, als wären Stunden vergangen, in denen ich in ihren Augen versank.
Sie legte dem Umhang auf einen Sessel neben der Tür und ging auf den Tisch zu.
„Lassen sie das Essen nicht kalt werden. Der Koch würde sonst eine Ewigkeit enttäuscht sein, wenn es ihnen nicht schmecken würde.“
Ich zog den Stuhl zurück und half ihr sich zu setzen. Dann umrundete ich den Tisch und setzte mich ebenfalls.
Wieder traute ich meinen Augen nicht. Wie von Geisterhand waren die silbernen Teller gefüllt worden. Es roch verführerisch. Bratenfleisch der verschiedensten Art war auf den Platten arrangiert worden. Helle und dunkel Soßen vervollständigten das Bild. Beilagen und Gemüse waren mit glänzender Butter überzogen worden und schaumige Cremes verströmten einen süßen Geruch.
Ich dachte nicht weiter über die Herkunft der Speisen nach und füllte mir auf. Es schmeckte hervorragend. Da konnte Pat mit ihrem Truthahn nicht mithalten.
„Noch etwas Wein?“ Die Dame des Hauses hatte sich erhoben, als sie sah, dass ich mein Glas geleert hatte. Der Wein war schwer und passte sehr gut zum Essen. Er rollte samtig über die Zunge und hinterließ einen angenehmen Nachgeschmack.
Ich hob mein Glas und während sie sich über mich beugte, um mir einzuschenken, berührten ihre Brüste meinen Rücken. Meine Hand begann zu zittern und kleine Ameisenfüßchen rannten auf meiner Haut.
Als sie mich wieder freigab, stürzte ich den Wein schnell hinunter.
„Nicht so hastig. Er ist alt, sehr alt und steigt schnell zu Kopf!“ flüsterte ihre Stimme neben mir und mit leichtem Druck auf meinen Arm schob sie das Glas von meinen Lippen.
„Wie es scheint, kommt diese Warnung zu spät.“ Flüsterte ich, den Blick auf ihre schmale Hand gerichtet, die sich jetzt von meinem Arm löste und statt dessen das Glas aus meinen kraftlosen Fingern nahm.
„Wollt ihr euch ein wenig hinlegen?“ erkundigte sich die Unbekannte mit Sorge in der Stimme.
„Ja….ich denke, das ist eine gute Idee.“
War es nur der Wein, oder das gute Essen? Aber mir schien es, als würde alles wie in einem Nebel verschwinden und nur noch diese Frau vor mir existieren. Wie in Trance erhob ich mich und folgte ihr zu einem Bücherregal. Verständnislos sah ich sie an.
„Immer mit der Ruhe.“ Sie ergriff eines der Bücher, es war das Dekameron von Boccachio, wenn ich das richtig gesehen hatte und zog es hervor. Dann schob sie ihre Hand in die Lücke zwischen den Bücherrücken und mit einem leisen Klicken sprang das Regal vor. Sie schob das Buch wieder an seine Stelle und öffnete die Geheimtür. Mit einem Leuchter in der Hand stieg sie eine Wendeltreppe empor. Trotz meines Zustands zögerte ich. Ein leichter Luftzug strich über mein Gesicht. Die Treppenstufen waren ausgetreten. Die Lady sah sich nicht um, sondern verschwand gerade um die Kurve. Schnell, um nicht im Dunklen die Stufen zu verfehlen, folgte ich ihr nun doch. Die Neugier siegte über den Verstand.
Ich zählte die Schritte nicht mit. Von den gewundenen Stufen wurde mir schwindlig und ich war froh, als vor mir eine Tür quietschend geöffnet wurde und das Ende des Weges versprach. Dankbar und ohne mich umzusehen, stolperte ich auf das große, mit Vorhängen drapierte Bett zu und ließ mich fallen. Mit geschlossenen Augen wartete ich darauf, dass sich das Drehen in meinem Kopf legte.
Die Matratze neben mir gab unter dem Gewicht meiner schönen Gastgeberin nach. Sie legte mir ihre kühle Hand auf die Stirn und ich konnte ihre Lippen auf den meinen fühlen.
„Ruht einen Moment.“ Flüsterte sie und ihr Atem strich warm an meiner Wange entlang. Nichts tat ich lieber.
Wieder bewegte sich die Matratze, als sie sich bewegte. Als sie sich entfernte, wollte ich protestieren. Doch ein Finger von ihr verschloss meine Lippen.
So wartete ich. Doch sie ließ mich nicht allzu lange allein.
Schnell waren ihre Lippen wieder bei mir und ich öffnete bereitwillig meinen Mund, als ihre Zunge Einlass begehrte. Sie erforschte meine Mundhöhle, während ihre Hände das Hemd öffneten und langsam über meine Schultern und meine Brust strichen. Lange konnte ich nicht widerstehen. Ich wollte sie ebenfalls schmecken. Meine Zunge strich sanft über ihre Lippen, als sie meine Absicht verstand und sich zurück zog. Ich schmeckte den Wein, den sie getrunken hatte und wollte mehr davon.
Meine Hände glitten an ihren nackten Armen hinauf, umschmeichelten ihren Nacken und begannen, die Haarnadeln herauszuziehen. Ohne sich zu lösen half sie mir und die Rosen, jetzt ohne Halt, fielen zusammen mit ihren langen Locken herab wie ein Wasserfall.
Meine Hände glitten weiter und ich nahm er staunt zur Kenntnis, dass sie auf keine Stoff mehr stießen. Stöhnend umfasste ich ihre festen Brüste und strich mit dem Daumen über die bereits aufgerichteten Brustwarzen. Doch sie zog sich von mir zurück und begann meine Hose zu öffnen. Es wurde auch höchste Zeit, denn meine Erregung presste sich an den festen Stoff und wollte nichts sehnlicher, als endlich von der Enge befreit zuwerden. Ich half ihr, indem ich meine Hüften hob. Geschickt hatte sie mich in kürzester Zeit von der störenden Hülle befreit. Ich konnte beobachten, wie sie meinen Körper mit ihren Blicken liebkoste. Ihre Hände glitten über meine Haut und zeichneten jeden Muskel nach. Diese sanften Berührungen machten mich wahnsinnig. Mein Körper schien in Flammen zustehen. Ich wollte sie zu mit herunter ziehen und griff nach ihr, doch mit einer Kraft, die ich ihr nie zugetraut hätte, drückte sie mich wieder auf das Laken zurück. „Genieße!“ forderte ihre Stimme neben meinem Ohr. Also wenn ich so nett darum gebeten wurde, dann….oh mein….
Sie zog mit ihrer Zunge eine feuchte Spur von meinem Ohr, vorbei an der Halsschlagader, das Brustbein hinunter zu den Brustwarzen. Während sie die eine zwischen ihre Zähne nahm und zärtlich daran zu knabbern begann, umkreiste sie die andere mit ihren Fingern. Lange widmete sie sich diesen Beiden und ich hatte nicht geahnt, dass es mich so erregen würde. Meine Hände wanderte wie selbst verständlich auf ihren Körper. Ruhelos strich ich über ihren Rücken und versuchte sie dazu zu bringen, sich mir zu ergeben. Ich wollte sie…daran gab es keinen Zweifel. Selbst sie konnte meine emporgereckte Männlichkeit kaum übersehen haben.
Doch statt sich mir zu nähern glitten ihre Lippen tiefer. Sie versenkte ihre Zunge in meinem Bauchnabel und entlockte mir so ein tiefes Stöhnen. Ihre Hände glitten tiefer und als sie endlich meinen Schaft fest umfasste bäumte ich mich auf.
Als hätte sie meine Gedanken erraten umschlossen plötzlich ihre Lippen meine Eichel und leckten über das empfindliche Fleisch. Als sie begann ihr Hand auf und ab zu bewegen und gleichzeitig stärker an meinem Schaft saugte, schwanden mir die Sinne. Gleich…Gleich….
Kurz bevor ich meinen Höhepunkt erreicht hätte, ließ sie von mir ab.
„Nein, bitte nicht! So grausam kann doch keiner sein!“ flehte ich darum, dass sie mich endlich erlösen möchte.
„Ich will dich in mir spüren.“ Flüsterte sie und ließ jetzt endlich zu, dass ich die Führung übernehmen konnte. Ich wollte sie ebenso verwöhnen, wie sie es eben mit mir getan hatte. Also hielt ich mich zurück und begann das gleiche Spiel, das sie mit mir gespielt hatte. Ihre Haut verströmte wirklich diesen Rosenduft. Ihre Brustwarzen verlockten mich, an ihnen zu saugen und die Höfe mit meiner Zunge zu umspielen. Meine Hand glitt an ihrem Schenkel hinauf und sie öffnete bereitwillig ihre Beine. Feucht und warm nahm sie meinen Finger in sich auf. Oh ja, sie war bereit für mich. Aber noch war die süße Qual für sie nicht annähernd groß genug. Ihre Knospe wartete darauf von meiner Zunge verwöhnt zu werden. Ich roch ihren Duft und leckte langsam über ihr heißes Fleisch, das sich mir entgegenreckte. Ihr Körper erzitterte und ein tiefes Stöhnen entrang sich ihrer Brust. Aber meine Selbstbeherrschung hatte ihre Grenzen. Ich löste mich von ihr und küsste wieder ihre rosigen Lippen. Ihre Geschmack mischte sich mit dem meinen und wirkte betäubender, als jeder Wein. Mit einem einzigen Stoß drang ich tief in sie ein. Eng und heiß umschloss sie mich.
Es war so richtig und es fühlte sich so gut an. Mit heftigen Stößen trieb ich uns weiter der Extase entgegen. Sie öffnete sich weiter, damit sie mich noch tiefer in sich aufnehmen konnte. Unsere Körper waren eins und verschmolzen in einem Rhythmus, der wilder hätte nicht sein können. Heftiger und unkontrollierter wurden meine Bewegungen. Plötzlich krallte sie mir ihre Fingernägel in die Haut und schrie ihre Lust heraus. Mit einem letzten tiefen Stoß verströmte ich mich endlich in ihr.

Langsam kam mein klares Denken wieder durch. Hatte ich das eben wirklich getan? Es war verrückt. Ich kannte nicht mal ihren Namen.
„Joanna, mein Name ist Joanna.“ Flüsterte sie mir ins Ohr. Hatte ich laut gedacht? Nein, hatte ich nicht. Meine Lippen waren verschlossen geblieben.
Ich konnte ihren schnellen Herzschlag an meiner Brust spüren.
Ihre Hände glitten beruhigend meinen Rücken entlang, umschlossen meinen Po und wanderten wieder nach oben. Dieses Streicheln machte mich schläfrig und ich schloss die Augen.
„Danke! Jetzt kann ich wieder in Ruhe schlafen.“ Hörte ich Joanna sagen, bevor ich einen tiefen Schlaf glitt.

Ich erwachte, weil mir kalt war. Meine Hände glitten suchend über das…..GRAS? Ich setzte mich auf. Mein Kopf brummte. Ich sah mich um. Es war mitten in der Nacht. Die Sterne standen an einem jetzt wolkenlosen Himmel und ich war auf einem Friedhof? Welch ein makaberer Scherz sollte das werden? Ein Blick auf die Uhr zeigte mir, das Mitternacht knapp vorbei war. Meine Sachen feucht vom Tau. Mein Umhang hing auf einem der Steine. Ich stand auf und ging hinüber und legte ihn mir um. Als mein Blick auf die Inschrift fiel überkam mich ein Frösteln.
-Hier ruht Joanna, meine geliebte Frau, die Liebe nie erfahren hat.-
“Das ist nicht wahr….!!“
Ich stolperte einige Schritte rückwärts. Weg hier…nichts wie weg…ich hatte zuviel getrunken und wusste nicht mehr, wo ich war.
Ich irrte lange umher, bis ich ein Taxi fand, dass mich nach Hause brachte. Ohne mich lange aufzuhalten schmiss ich meine Sachen auf den Boden und stürzte unter die Dusche. Erst als ich wieder warm war und das Ganze als verrückten Traum einstufen konnte, kam ich wieder heraus und trocknete mich ab. Der Spiegel war beschlagen und während ich ihn trocken rieb, redete ich mit meinem klarer werdenden Spiegelbild.
„Ich muss unbedingt erfahren, was die in den Drink getan haben, dass ich einen solchen Aussetzer habe. So was verrücktes aber auch. Obwohl, der Traum war ja nicht schlecht.“ Aber meine Stimme versagte schier, als ich die Abschürfung auf der Stirn sah. Vorsichtig tastete ich darüber. An dieser Stelle hatte mich der Verschluss an der Kutsche getroffen. Und noch während ich die Stelle betrachtete war mir, als würde ich den Duft von Rosen riechen. Ich ließ das Handtuch sinken und sah um die Ecke des Bades hin zu meinem Bett.
„Guten Abend Schatz….“

Es war Halloween…………die Nacht der lebenden Toten…………………