Lustschloss

Lustschloss:

 

Ich schau dir in die Augen, Kleines,
zerwühl dein Haar, du streichelst meines.
Mit offenen Lippen, Mund an Mund
tun wir uns unsere Sehnsucht kund.
Und deine Zunge tastet weich 
nach meiner, und die tut´s ihr gleich.
Oh, dieses Schlängeln, Schlecken, Schlingen
gehört doch zu den schönsten Dingen
die Mann und Weib einander schenken
wenn sie an Zärtlichkeiten denken.
In deinen Blicken liegt Begehren,
ich seh´, du wirst mir nichts verwehren …

Wenn meine Hand nun langsam gleitet 
in deine Bluse und bereitet
dir Wohlbehagen und Entzücken, 
dann lass sie deine Äpfel pflücken,
so glatt und rund, so zart und weich,
die saft´gen Beeren kosen gleich,
während die andere schon kühn
sich findet zwischen deinen Knien
und zärtlich deine Schenkel streichelt,
bedächtig deine Haut umschmeichelt,
sich stiehlt behutsam in dein Höschen
und spielt mit deinem feuchten Röschen,
taucht mit den Fingern in dein Pfläumchen,
reibt deine Knospe mit dem Däumchen…

Du reagierst mit leisem Stöhnen,
drum will ich weiter dich verwöhnen:
Zu saugen deine vollen Brüste
verschafft uns beiden höchste Lüste;
auch sie zu streicheln und zu drücken
vermag uns beide zu beglücken.
An deiner Knospe will ich lecken,
mag sie sich auch im Busch verstecken
der auf dem Venushügel sprießt,
damit sie wächst und Nektar fließt, 
will ihn aus deiner Muschel schlürfen,
dein zartes Früchtchen knabbern dürfen!
Doch mag ich dich auch heiß begehren, 
lass erst dein gold´nes Vlies dir scheren!
So kannst du leichtens mich verführen
und meine flinke Zunge spüren!

Du lässt mich weiter, tiefer tauchen,
ich hör dich seufzen, keuchen, hauchen.
Du windest, bäumst dich vor Vergnügen,
kannst nicht mehr stehen, möchtest liegen
sinkst vor mir auf den Diwan nieder
und schälst dich ganz aus deinem Mieder,
enthüllst auch mich mit zarten Händen,
greifst gierig schon nach meinen Lenden
um dich nach Herzenslust zu laben,

läßt mich in deiner Spalte graben
in der die Säfte reichlich fließen.
Du bist bereit nun zum Genießen,
und greifst dir, denn du willst nicht warten 
den Spargel, diesen langen, harten
um ihn zur Gänze einzusaugen
und ich verdrehe schon die Augen,
weil nun in mir die Sinne toben.
Du machst das gut, ich muss dich loben!

Halt ein, und saug´ nicht gar so heftig!
Du willst doch, dass er prall und kräftig
dir dient an einem andern Orte?
Ich stöhn´ nur noch, mir fehl´n die Worte.
Du gibst aus deinem gier´gen Schlunde
mich frei nun für die nächste Runde, 
willst deine Schenkel um mich schlingen
und mich erneut zum Keuchen bringen
indem du deinen Mund ersetzt
durch heiße Lippen, die benetzt
vom Tau der Lust schon seidig schimmern.
Ich höre höchst erregt dich wimmern
als du dich langsam auf mich senkst,
den Schlüssel in dein Lustschloß lenkst …

Wie wohl es tut, in dich zu stoßen!
Ich fühle meinen Freund, den großen
eintauchen in dein Himmelreich
das ihn umfängt so warm und weich,
tief in dich dringend und dich weitend
als du verzückt auf mir nun reitend
dich hebst und senkst in leichtem Trab,
mit Ein und Aus, und Auf und Ab.
Die Lust ist kaum mehr zu ertragen
als im Galopp zum Ziel wir jagen
und nun mit Keuchen und mit Hecheln
schwer atmend, mit beglücktem Lächeln
dem Höhepunkt entgegen streben.
Nur einmal Senken noch und Heben,
dann fühl ich meine Sinne schwinden;
ekstatisch ist nun mein Befinden,
und heiß und heftig spritzt der Saft
in deine Muschel aus dem Schaft.
Ein letztes Beben, ein lauter Schrei –
Wir ruh´n erschöpft … 
… “as time goes by”
sagst du „Mach´s noch mal, Sam!”
Dein Wunsch ist mir sehr angenehm.
Das lass ich mir nicht zweimal sagen,
will mit dir noch ein Tänzchen wagen …