Leckererei (3)

Leckererei (3): Inzwischen war die Hitze in meinem Pavillon fast unerträglich geworden. Die Finger klebten an der Tastatur des Computers fest und meine Gedanken schienen einzutrocknen. Eine Weiterarbeit war da nicht mehr möglich und ich entschloss mich eine Pause einzulegen. Auch unser Gärtner war inzwischen verschwunden und ich war mir sicher, dass er auf dem großen Anwesen einen nur ihm bekannten Platz gefunden hatte, wo er unter einem Blätterdach im Schatten liegend, die Fiesta dösend verbringen konnte. Warum ich auf der Gedankensuche nach Abkühlung gerade an ihn denken musste? Ich weiß es nicht. Keiner kannte ihn wirklich. Er war vor einigen Wochen zu uns gekommen und mein Vater hatte ihn eingestellt, weil unser langjähriger Gärtner in Pension ging. Der neue war ein hübscher Bengel, der wenig sprach und der aussah, als käme er aus einer anderen Epoche. Aber das war natürlich Quatsch. Er war immer ordentlich angezogen, sprach wie einer, der belesen und gut gebildet war. Ich mochte ihn gern, wenn er auch etwas schüchtern wirkte und immer die Augen niederschlug, wenn er in meine Nähe kam. Wir grüßten uns und tauschten auch hin und wieder ein paar Worte und Gedanken aus, aber so richtig in ein Gespräch fanden wir nicht.

Wir waren ungefähr gleich alt und ich fühlte mich unerklärbar zu ihm hingezogen. Daher beschloss ich auch jetzt, während der Pause einen Spaziergang zu machen, mit dem einzigen Ziel ihn, sein Versteck oder den Schattenplatz, den ich hinter dem Steg am See vermutete, zu finden. 
Also zog ich los, lässig schlendernd als hätte ich kein Ziel, dennoch zielstrebig dem Seeufer zu. Das sehr kurze Seidenkleidchen fühlte sich auf der Haut so leicht an, als würde ich keine Kleidung tragen. Viel war es auch nicht, denn ich hatte weder Büstenhalter noch einen Slip angezogen. Ich hatte nur an meinem Manuskript arbeiten wollen und war mir auch sicher gewesen, meinen Arbeitsplatz nicht zu verlassen. Und jetzt schlenderte ich über das Grundstück auf der Suche nach einem jungen Mann, den ich kaum kannte. Es war wie verhext und ich fühlte mich wie in einen Zauber verstrickt. In meinem Kopf hatte sich nur ein Gedanke verfestigt: Ich muss ihn finden!

Und ich fand ihn auch. Er hatte sich einen Liegestuhl vom Ufer unter das Blätterdach einer Ulme gezogen und lag dort, ohne mich kommen zu hören. Es war auch mehr ein Zufall, ihn zu finden, denn sein Ruheplatz war nicht einsehbar. Ich war rein zufällig dort hingekommen und sehr erschrocken, als ich so plötzlich vor ihm stand. Er erschrak ebenso, da, wie er sagte, hier nie jemand vorbei gekommen sei. Jetzt kam ein seichtes Gespräch auf und wir vermieden beide irgendwelche tiefsinnigen Gedanken zu bemühen. Das Gespräch plätscherte so vor sich hin. Er lag noch immer auf dem Liegestuhl und ich dachte, dass es nicht sehr höflich war, weil er nicht aufgestanden war, um mir seinen Platz anzubieten. Auf der anderen Seite waren wir etwa gleich alt und doch so jung, warum also sollten wir den alten Freiherr von Knigge bemühen?
Der junge Gärtner trug nicht mehr die grüne Arbeitsschürze und auch den Strohhut hatte er beiseite gelegt. Das weiße Hemd war aufgeknöpft bis zum Bund der beigen Hose, an der irgend etwas anders war wie gewöhnlich, doch ich kam nicht sofort darauf. Und dann fiel es mir doch wie Schuppen von den Augen. Er trug eine Damenhose, denn weder eine Knopfleiste noch einen Reisverschluss hätte ich öffnen können, um mit meinen Fingern sein Glied aus der Hose zu angeln. Wie kam ich nur auf den Gedanken das zu tun? Es war verrückt. Doch mit diesem verrückten Gedanken spürte ich zwischen meinen Schenkeln wie ich feucht wurde, mehr noch, ich spürte etwas von meinem Lustsaft an der Innenseite meines Schenkels herablaufen. Und da fiel mir siedendheiß ein, dass ich außer dem Seidenkleidchen nichts weiter auf meiner Haut trug. Ich stand am Kopfende der Liege! Was musste er schon gesehen haben? Was musste er von mir denken? Doch so keusch auch meine Gedanken wirkten, ich war weit von jeglicher Keuschheit entfernt. Plötzlich hatte ich ein unersättliches Verlangen mein Mäuschen über ihn zu schieben und mich von ihm lecken zu lassen. Der Wunsch wurde so stark und bemächtigte sich meiner mit einer derart erotischen Gewalt, wie ich dies bis dahin nicht kannte. Und bevor ich noch einen vernünftigen Entschluss fassen konnte, spreizte ich die Beine und stellte mich so über den Liegestuhl dass ihm der Blick in den Himmel versperrt wurde. Zuerst starrte er verwundert in meine nasse Spalte, dann drehte er den Kopf zur Seite und begann die Innenkante meines Knies zu liebkosen. Es kam mir vor, als wäre seine Zunge breiter, länger und beweglicher als alle Zungen zusammen, die ich jemals gesehen und gespürt hatte. Er leckte die Innenseite meines einen Schenkels hoch, übersprang die Stelle in der Mitte, die nach dieser Zunge schrie, wie ein Verdurstender nach Wasser. Und während ich ihn zu hypnotisieren versuchte, ihn stumm anflehte diese gewaltige Zunge über meine Schamlippen gleiten zu lassen, spürt ich sie die Innenseite des anderen Schenkels zu liebkosen.